Unser Görli Design Labor, 2026
mit Eno (Eszter) Zwickl
in Zusammenarbeit mit Joliba e. V.
gefördert von: Jugend-Demokratiefonds Berlin
Im Projekt werden BIPoC-Jugendliche als Expert*innen ihrer Lebensrealität eingeladen, um solidarische Visionen für einen „idealen Görli“ zu entwickeln und politische Bildung, Selbstwirksamkeit sowie demokratische Beteiligung zu stärken. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen wie Kreuzberg erfüllen Parkflächen eine zentrale Funktion als soziale Intrastruktur und Ort demokratischer Aushandlung.
Verschiedene Vereine und Einzelpersonen organisieren sich seit 2023 in der Initiative Görli Zaunfrei gegen die inzwischen umgesetzten Baupläne zur nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks und machen durch Kiezspaziergänge, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit alternative Perspektiven sichtbar. Sie weisen darauf hin, dass ein Zaun die komplexen sozialen Problemlagen im Park nicht löst, sondern Verdrängung, verstärkte Polizeipräsenz und die Stigmatisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen begünstigt.

Aktuell, hat das Berliner Verwaltungsgericht die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks vorerst gestoppt. JOLIBA e. V. unterstützt die Initiative und ist seit fast 30 Jahren mit sozialen Projekten und Beratungsangeboten am und im Görlitzer Parks aktiv. Seit 2025 wurde diese Arbeit durch das mobile Projekt „Sozialrad 36“ ergänzt, das direkt im Park niedrigschwellige Unterstützung anbietet. Diese kontinuierliche Präsenz im Sozialraum verdeutlicht den Bedarf an partizipativen, nicht-repressiven Ansatzen.
Das durchgeführte Designprojekt knüpft an diese Arbeit an, indem es Jugendlichen ermöglicht, ihre Perspektiven auf Sicherheit, Teilhabe und öffentlichen Raum sichtbar zu machen und alternative Zukunftsbilder für den Görlitzer Park zu entwickein.
Den Konflikten liegen strukturelle Probleme wie rassistische Ausgrenzung, repressive Migrationspolitik und fortschreitende Gentrifizierung zugrunde. Besonders betroffen sind BIPoC-Jugendliche aus dem Kiez, deren Perspektiven in politischen Entscheidungsprozessen kaum berücksichtigt werden, obwohl sie den Park als wichtigen Ort für Erholung und soziale Teilhabe erleben.



















